Der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) beschreibt, wie viel Wärme durch ein Bauteil verloren geht.
Er gibt an, wie viel Wärmeenergie pro Quadratmeter und pro Grad Temperaturunterschied von innen nach außen fließt.
Je niedriger der U-Wert, desto besser die Wärmedämmung.
Ein niedriger U-Wert bedeutet:
geringere Heiz- und Energiekosten
angenehmes Raumklima im Sommer und Winter
Schutz der Bausubstanz vor Tauwasser und Feuchteschäden
Bauteile wie Dach, Wand oder Decke bestehen aus mehreren Schichten, zum Beispiel:
Innenbekleidung
tragende Konstruktion
Wärmedämmung
Außenbekleidung
Jede dieser Schichten bremst den Wärmestrom unterschiedlich stark.
Diese Bremswirkung nennt man Wärmedurchlasswiderstand (R-Wert).
Dicke Schicht ➜ bessere Dämmung
Material mit niedriger Wärmeleitfähigkeit (λ) ➜ bessere Dämmung
Der U-Wert ergibt sich aus der Summe aller Widerstände:
Materialschichten
innerer und äußerer Wärmeübergang
Der U-Wert ist der Kehrwert des gesamten Widerstands
Je größer der Widerstand, desto kleiner der U-Wert.
In Österreich werden die Mindestanforderungen an den Wärmeschutz durch die OIB-Richtlinie 6 geregelt.
Typische Zielwerte in der Praxis sind:
Flachdach:
U-Wert ≤ 0,20 W/m²K
Außenwand / Fassade:
U-Wert ≤ 0,35 W/m²K
Diese Werte sorgen für:
zeitgemäßen Energiestandard
Förderfähigkeit
langfristige Werterhaltung des Gebäudes
Ein schlecht gedämmtes Bauteil lässt Wärme entweichen.
Das führt zu:
hohen Heizkosten
kalten Innenoberflächen
erhöhter Kondensat- und Schimmelgefahr
Ein gut geplanter U-Wert hingegen:
reduziert Energieverluste
erhöht Wohnkomfort
schützt Dach und Fassade dauerhaft
Die genannten Werte sind Richt- und Zielwerte.
Für exakte Anforderungen, Sonderfälle und Berechnungen (z. B. Sanierungen, Anbauten oder Förderungen) sind die Detailvorgaben der OIB-Richtlinie 6 maßgebend.
Für eine exakte Beurteilung müssen immer:
Bauteilaufbau
Nutzung
Gebäudestandort
gesetzliche Vorgaben
berücksichtigt werden.